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Rezension Gropius Quartett – Albrecht: Streichquartett

Warm grundiert

Das Gropius Quartett hebt das ihm gewidmete Streichquartett „Von Angst und Trauer erlöst durch die Liebe“ von Georg Alexander Albrecht aus der Taufe.

vonChristoph Vratz,

Ein ungewöhnliche Repertoire-Zusammenstellung präsentiert das Gropius-Quartett mit dem f-Moll-Quartett op. 80 von Felix Mendelssohn, dem „Amerikanischen“ von Antonín Dvořák und der Ersteinspielung eines Werkes von Georg Alexander Albrecht von 2018 mit dem Titel „Von Angst und Trauer erlöst durch die Liebe“, gewidmet den Interpreten dieser Aufnahme. Nervosität und eine gut erkennbare Balance zwischen den einzelnen Stimmen dominieren bei Mendelssohn im Kopfsatz. Beim zweiten und vierten Satz wirkt der Vortrag leicht kontrolliert, hier könnte stellenweise mehr Lust am Risiko zuträglich sein. Insgesamt prägt ein warm grundierter Ton den Ensembleklang, der gerade bei Dvořák im besten Sinne zur Geltung kommt. Wie elegisch das Lento! Musikantenfreudig das Finale. Präzision und ein Bekenntnis für Klangsinnlichkeit liefert das spätromantisch inspirierte Quartett von Georg Alexander Albrecht.

Gropius Quartett
Gropius Quartett

Albrecht: Streichquartett „Von Angst und Trauer erlöst durch die Liebe“, Mendelssohn: Streichquartett f-Moll op. 80, Dvořák: Streichquartett F-Dur op. 96 „Amerikanisches“, Casals: El cant dels ocells

Gropius Quartett
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