Erst im vergangenen Jahr feierten die 1875 ins Leben gerufenen Münchner Opernfestspiele ihr 150-jähriges Jubiläum. Von Beginn an spiegeln sie das Bedürfnis der Münchner wider, auch während der Sommermonate mit Opern von Mozart bis Wagner versorgt zu werden. Ausdruck dieser Begeisterung ist auch das 1901 eröffnete Prinzregententheater, das ursprünglich als Festspielhaus konzipiert wurde. Dort steht in diesem Jahr Händels „Alcina“ im Mittelpunkt – die Titelrolle singt Jeanine De Bique. Der programmatische Auftakt der Münchner Opernfestspiele gilt jedoch dem Festivalmotto „Plädoyers“, unter dem die Taten und Untaten von Bühnenfiguren juristisch wie moralisch beleuchtet werden: Figuren, deren Handeln aus Extremsituationen erwächst und sich eindeutigen ethischen Urteilen oft entzieht. Als Fallbeispiele dienen „Fidelio“, „Der Freischütz“ sowie die Neuproduktionen „Die Walküre“ und das Maria Stuart gewidmete „Of One Blood“. Für exzeptionellen Festspielglanz sorgen schließlich Stars von Jonas Kaufmann bis Asmik Grigorian mit prominenten Produktionen in hochkarätiger Besetzung an die Isar.
Münchner Opernfestspiele 2026
Grundbedürfnis nach Hochkultur
Zwischen hochkarätig besetzten Repertoirelieblingen und klug kuratierten Konzerten und Produktionen rund um das Motto „Plädoyers“ behaupten die Münchner Opernfestspiele ihren Anspruch auf kulturelle Qualität.
Festivalfenster
Ausblick auf die spannendsten Festivals
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