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Rezension Mahan Esfahani – J. S. Bach: Sämtliche Cembalokonzerte

Lebendig

Mahan Esfahani setzt seine Bach-Expedition mit den Cembalokonzerten fort. Das Ergebnis ist ausgewogen und ohne Manierismen.

vonChristoph Vratz,

Mahan Esfahanis enzyklopädische Bach-Erkundungen gehen weiter. Beim jüngsten Zwischenstopp wendet er sich den Konzerten mit Cembalo und Orchester zu, begleitet von der Britten Sinfonia. Sein Spiel hat über die Jahre an Ausgewogenheit gewonnen. So sucht man auch hier Übertreibungen oder Abschnitte, die manieriert wirken könnten, vergebens. Die schnellen Ecksätze klingen vital und genau mit dem Orchester abgestimmt, die Phrasierung gelingt klar und atmend. Esfahani, der auf einem Jukka Ollikka-Instrument von 2018 spielt, ist unbestritten der Spiritus rector dieser Aufnahme. Die Ruhe im langsamen Satz des f-Moll-Konzerts wirkt nie verzärtelt, das Allegro assai im g-Moll-Konzert wiederum angemessen zügig, aber nicht hochmotorisiert. Die Britten Sinfonia ist solistisch besetzt, spielt allerdings auf modernen Instrumenten. Dass dies kein Widerspruch für Esfahani ist, erklärt er im Beiheft. So ist eine stimmige, lebendige Aufnahme entstanden, die auch das Tripelkonzert BWV 1004 umfasst.

J. S. Bach: Sämtliche Cembalokonzerte

Mahan Esfahani (Cembalo), Britten Sinfonia
Hyperion

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