Opern-Kritiken
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Komik, die einschlägt wie eine Horde Duracell-Hasen
(Salzburg, 5. & 6.8.2026) Der Abschluss einer stückreichen Salzburger Festspielwoche gehört der wahren Königsform des Musiktheaters: der Opera buffa. Die Regisseure Kosky und Loy verfolgen dafür erfolgreich zwei unterschiedliche Wege – musikalisch bleibt indes manches auf der Strecke.
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Vom Regen in die Mehldusche, vom Blutbad in das erdige Grab
(Salzburg, 3. und 4.8.2026) In der Salzburger Felsenreitschule begeistert Romeo Castellucci mit seiner religiös grundierten Inszenierung von Messiaens „Saint François d’Assise“. Teodor Currentzis wiederum elektrisiert und polarisiert mit seiner Lesart von Bizets „Carmen“, die sich stimmig in das thematische Gesamtbild dieses Festspielsommers fügt.
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Vorzüge des Halbszenischen und der Mangel der Nichtregie
(Salzburg, 2.8.2026) Die Salzburger Festspiele bringen zugleich Mozarts Frühwerk „Lucio Silla“ in einer semiszenischen und Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“ in einer Vollinszenierung auf die Bühne. Eine Geschichte über bestens geeignete Spielorte und jene, die dazu werden.
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Wagner-Würfeln mit KI
(Bayreuth, 28.7. bis 1.8.2026) 150 Jahre Bayreuther Festspiele: Jetzt ging der erste Zyklus des Jubiläums-„Rings“ zu Ende – mit einem Bilder-Overkill der Künstlichen Intelligenz, nach dessen Erlebnis man verzweifelt nach genuin menschlicher Kreativität rufen will. Die Maschine kann den Menschen nicht ersetzen.
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Wenn das Rheingold in Bilderfluten absäuft
(Bayreuth, 27.7.2026) 150 Jahre Bayreuther Festspiele: Jetzt ging der Jubiläums-„Ring“ an den Start – mit einem von der Künstlichen Intelligenz erfundenem visuellen Wuseln, dessen Beliebigkeit das Publikum ermattet zurücklässt.
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Debütantinnen-Erfolg
(Salzburg, 26.7.2026) Allein Sopranistin Asmik Grigorian und Tenor Jonathan Tetelman entschädigen für viele uneingelöste Versprechen von Regie und Musikalischer Leitung: In dieser „Carmen“ sollen viele Elemente neu sein, erweisen sich aber eher als gewollt denn gekonnt.
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Der Kampf ums Klo
(Bayreuth, 26.7.2026) 150 Jahre Bayreuther Festspiele: Die Eröffnungspremiere mit dem hier noch nie gespielten Frühwerk „Rienzi“ erweist sich als richtig und wichtig. Vor allem die musikalische Interpretation begeistert.
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Der Jedermann-Spießer in uns allen
(Bregenz, 23.7.2026) Die zweite Neuinszenierung der Bregenzer Festspiele 2026 fördert weit mehr Erkenntnisse als die an der Oberfläche kratzende „La traviata“. Leoš Janáčeks „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ sind in der Inszenierung von Yuval Sharon eine Einladung zu erforschen, wieviel gräuliche Bürgerlichkeit in uns allen steckt.
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Plansch-Party der Roaring Twenties
(Bregenz, 22.7.2026) Zum 80. Jubiläum der Bregenzer Festspiele kommt erstmals Verdis „La traviata“ auf die Seebühne. Doch die Inszenierung lässt das Publikum zur Premiere kalt.
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Liebe in Zeiten des Krieges
(St. Margarethen, 15.7.2026) Die Neuinszenierung von Puccinis „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen bringt den historischen Hintergrund massiv in die Privathandlung und weitet das Geschehen ins Metaphysische.
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Vom Zauber der Verwandlung
(Aix-en-Provence, 6.7.2026) Klaus Mäkelä und Barrie Kosky arbeiten in Aix-en-Provence erstmals zusammen und kreieren eine fast historische Lesart von Richard Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“.
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Experimentieren auf Polnisch
(Sopot & Danzig, 2.7. & 3.7.2026) In seinem vierten Jahr baut das Baltic Opera Festival weiter seine Präsenz auf der europäischen Festivalbühne auf – ganz im Sinne des Bayreuth-Jubiläums mit viel Wagner sowie deutsch-polnischem Operettenzauber.
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Das Grauen in Grau
(München, 3.7.2026) In diesem packenden Opernkrimi von Friedrich Dürrenmatt und Gottfried von Einem ist lange nicht klar, wer eigentlich Opfer und Täter ist. Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan lässt die Frage nach Gut und Böse aufregend in der Schwebe.
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Wenn Götter ehrfürchtig werden
(München, 25.6.2026) An der Bayerischen Staatsoper setzt Tobias Kratzer mit „Die Walküre“ seinen „Ring“ fort, der auf vielfältige, doch stets überzeugende Weise zur Glaubenssache wird.
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Quichotte, Ritter des Sturm und Drang
(Innsbruck, 20.6.2026) Mit guten Ansätzen dem hartnäckigen Stück begegnet: Julia Burbach inszeniert am Tiroler Landestheater Jules Massenets „Don Quichotte“ – mit Tanz, revitalisierender Verjüngungskur, aber auch mit offenem Regieansatz.
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Seelen in Gefangenschaft
(St. Gallen, 19.6.2026) Bei den St. Galler Festspielen blickt Regisseur Ben Baur in Verdis „Aida“ auf die Psychologie hinter der Fassade eines exotistischen Ägyptens.
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Ein Lächeln in der Nacht
(Dresden, 31.5.2026) Nino Rota ist vor allem für seine mit Preisen überhäuften Filmmusiken bekannt. Dass er auch ein gewitzter Theaterkomponist war, stellt die Semperoper Dresden mit ihrer Grazer Koproduktion von „Der Florentiner Hut“ unter Beweis.
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Popup-Buch queerer Gefühle
(Wien, 13.4.2026) Emotionales Kopfkino – und auch so manch ein Schmunzler mit dabei: Theatermacher Steef de Jong inszeniert an der Volksoper Wien Franz Lehárs „Der Zarewitsch“ mit heiterer Rührung und humorvollem Geist.
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Die Unterwelt: eine feuchte Angelegenheit
(Graz, 11.4.2026) An der Oper Graz bringt Regisseurin Nanine Linning Jean-Philippe Rameaus Barockoper „Castor et Pollux“ als wässrig schwebendes Drama auf die Bühne. Dirigent Bernhard Forck stimmt in den Reigen mit wellenartiger Lyrik ein.
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So stilvoll geht Barockspektakel
(Wien, 10.4.2026) Wie ein guter Wein gereift: Fünf Jahre nach der Bayreuther Premiere bringt das Theater an der Wien Leonardo Vincis neapolitanische Barockoper „Alessandro nell’Indie“ zurück auf die Bühne. Max Emanuel Cencics kurzweilige Regie hat dabei nichts von ihrem Witz und Unterhaltungswert eingebüßt.



















