Startseite » Rezensionen » Nie nur heiter

CD-Rezension Olga Scheps

Nie nur heiter

Wenn Franz Schubert sich einer tänzerischen Leichtigkeit verschreibt und Walzer, Menuette oder Impromptus erfindet, dann ist er nie nur heiter. Zwischen die gesellige Laune mischen sich tiefe Melancholie, Todesahnung und romantische Sehnsucht. In ihrer vorzüglichen Einspielung des vorgeblich unbeschwerten Schubert offenbart Olga Scheps sehr einfühlsam den doppelten Boden dieser grandiosen Klavierkunst. Sie entdeckt das große Gefühl…

vonPeter Krause,

Wenn Franz Schubert sich einer tänzerischen Leichtigkeit verschreibt und Walzer, Menuette oder Impromptus erfindet, dann ist er nie nur heiter. Zwischen die gesellige Laune mischen sich tiefe Melancholie, Todesahnung und romantische Sehnsucht. In ihrer vorzüglichen Einspielung des vorgeblich unbeschwerten Schubert offenbart Olga Scheps sehr einfühlsam den doppelten Boden dieser grandiosen Klavierkunst. Sie entdeckt das große Gefühl in den kleinen Formen.

Sie gibt der Idylle und Volkstümlichkeit der Musik mit ausgeprägter Aufrichtigkeit Raum und spürt dabei doch dem heimlich Schicksalhaften glaubwürdig und unaufgesetzt nach. Die erfrischende Jugendlichkeit und berührende Reife der 1986 in Moskau geborenen Pianistin kommen sich im Dienste Franz Schuberts auf höchst erquickliche, emotionale und gleichwohl unsentimentale Weise nahe.

Schubert: diverse Klavierwerke
Impromptus D 899 Nr. 3 & 4, D 935 Nr. 2, Valses nobles D 969, Ungarische Melodie h-moll D 817 u.a.
Olga Scheps (Klavier)
RCA Red Seal
Anzeige

Auch interessant

Rezensionen

Termine

Aktuelle Rezensionen

Anzeige
  • „Es ist eine ewige Entdeckungsreise“
    Interview Rudolf Buchbinder

    „Es ist eine ewige Entdeckungsreise“

    Pianist Rudolf Buchbinder über Schuberts Tänze, das Grafenegg Festival, seine Faszination für verschiedene Ausgaben von Beethoven-Sonaten – und die Fußball-Weltmeisterschaft.

Klassik in Ihrer Stadt

Anzeige

Audio der Woche

Atemberaubendes Feuerwerk

Mit funkelnder Virtuosität und unbändiger Ausdruckskraft widmet sich Simone Kermes einer echten Rarität: der Arie È follia d’un alma stolta aus dem Oratorium Giob von Carl Ditters von Dittersdorf. Ein atemberaubendes Feuerwerk klassischer Koloraturkunst – und die Wiederentdeckung eines nahezu vergessenen Meisterwerks. Ein Track aus dem neuen Album „La Luce“.

jpc Logo
Amazon Logo
Apple Music Button

Anzeige

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!