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Rezension Daniel Behle & Alliage Quintett – Behlcanto!

Opernschmelz mit Saxofon

An der Grenze zwischen Kammermusik und Oper durchwandert Tenor Daniel Behle mit dem Alliage Quintett Evergreens und Preziosen seines Repertoires.

vonChristoph Vratz,

Tenorissimo einmal anders. 16 Titel haben Daniel Behle und das Alliage Quintett ausgewählt, ein Reigen durch die Welt tenoraler Möglichkeiten, mit Evergreens von Puccini und Verdi bis zu „O sole mio“, aber auch mit Entlegenerem, etwa von Fromental Halévy. Aufmerksamkeit erregt die Aufnahme weniger aufgrund des Repertoires als vielmehr durch die ungewöhnliche instrumentale Färbung mit Saxofon-Quartett und Klavier. Auf Dezenz versteht sich das Ensemble, es drängt sich nie an der Stimme vorbei. So ist ein fast kammermusikalisches Album entstanden, an der Grenze zwischen Lied und Oper. Das bedeutet auch, dass Behle sich auf seine vokalen Qualitäten konzentrieren kann. Wer die Rufe des „Bajazzo“ schneidend und fortissimo hören möchte, muss weiterziehen. Behle ist als Sänger ein Lyriker, empfindsam, kein Heldensänger. Auffällig, dass er etwa den „Kleinzack“ von Offenbach oder das „Nessun dorma“ aus „Turandot“ in deutscher Sprache singt, die meisten anderen Titel hingegen im Original.

Behlcanto!
Werke von Donizetti, Gounod, Offenbach, Passatelli, Puccini, Rossini, Verdi u. a.

Daniel Behle (Tenor), Alliage Quintett
Prospero

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