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Rezension Marek Janowski – Haydn: Die Schöpfung

Sorgfältige Lesart

Schön proportioniert und mit feinen Details gestaltet Marek Janowski mit der Dresdner Philharmonie Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“.

vonRoland H. Dippel,

Joseph Haydns populäres Oratorium hat eine reichhaltige Diskografie mit mehreren Höhepunkten in konventioneller und historisch informierter Aufführung. Prägnant sind zum Beispiel Leonard Bernstein mit dem BR-Symphonieorchester und Giovanni Antonini mit Il Giardino Armonico. Die Messlatte ist also sehr hoch. Der MDR-Rundfunkchor bestätigt sein Spitzenimage. Verdienstvoll agieren die Vokalsolisten Christiane Karg, Benjamin Bruns und Tareq Nazmi. Marek Janowski suchte während seiner Zeit als Chefdirigent der Dresdner Philharmonie neben einer Überraschung wie Puccinis „Il tabarro“ vor allem die Wiederbegegnung mit Vertrautem aus seinem großen Repertoire. Angesichts der immensen Konkurrenz bietet diese Neueinspielung eine solide, wenig aufregende und dabei sorgfältige Lesart mit schöner Proportionierung zwischen Stimmen und Orchester. Vorherrschend ist ein homogener Gestus mit feinen Details.

Marek Janowski
Marek Janowski

Haydn: Die Schöpfung

Christiane Karg (Sopran), Benjamin Bruns (Tenor), Tareq Nazmi (Bass), MDR-Rundfunkchor, Dresdner Philharmonie, Marek Janowski (Leitung)
Pentatone

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