Lautmalerisches Bumbum, rasante Koloraturen und akrobatische Zungenbrecher: in „L’italiana in Algeri“ beweist Rossini großes komödiantisches Talent. Während seine Musik seit 200 Jahren unterhält, tun das die rassistischen Stereotype der Handlung heute nicht mehr. Umso besser, dass an der Deutschen Oper Rolando Villazón Regie führt. Der mexikanische Tenor ist für seine launigen Moderationen und humorvollen Inszenierungen bekannt. Er verlegt den Ort der Handlung in seine Heimat und lässt den zentralen Konflikt zwischen zwei konkurrierenden Lucha-Libre-Studios austragen. Lucha Libre, eine lateinamerikanische Art des Wrestlings, ist volkstümlich, laut und theatralisch: beste Basis für einen kurzweiligen Abend.
Rossini: L’Italiana in Algeri
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