Ein Bischof sticht einer Marienstatue mitten ins Herz, im selben Augenblick sinkt auch María tot zu Boden – und doch streift ihr Schatten weiter durch Buenos Aires. Johannes Erath liest Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“ an der Deutschen Oper am Rhein als Passionsgeschichte zwischen Liturgie, Bordell, Cabaret und Tangolokal: Das Bandoneon wird zum Kultobjekt, die Stadt zur Heiligen, der Tango zur eigentlichen Religion. Katrin Connans Bühne verdichtet Café und Cabaret zu einem erotisch aufgeladenen Sakralraum, Agostina Tarchinis Choreografie macht Berührung und Begehren körperlich erfahrbar. Nach dem Erfolg in Düsseldorf wandert die Produktion nun weiter nach Duisburg, wo sich die Duisburger Philharmoniker ins Tango-Nuevo-Abenteuer stürzen dürfen.
Piazzolla: María de Buenos Aires
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