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CD-Rezension Ekaterina Derzhavina

Russischer Brahms

Der russische Komponist und Pianist Nikolai Medtner wurde als „russischer Brahms“ bezeichnet, er selbst nannte sich einen „Schüler Beethovens“. Seine spätromantische Musiksprache fasste er in klassische Formen. Medtner ist zurückhaltender bei virtuosen Zaubertricks und emotionellen Sturmfluten als der mit ihm befreundete Sergej Rachmaninow. Seine Musik wirkt geerdeter und hat gleichzeitig eine elegante Leichtigkeit. Ekaterina Derzhavina,…

vonEcki Ramón Weber,

Der russische Komponist und Pianist Nikolai Medtner wurde als „russischer Brahms“ bezeichnet, er selbst nannte sich einen „Schüler Beethovens“. Seine spätromantische Musiksprache fasste er in klassische Formen. Medtner ist zurückhaltender bei virtuosen Zaubertricks und emotionellen Sturmfluten als der mit ihm befreundete Sergej Rachmaninow. Seine Musik wirkt geerdeter und hat gleichzeitig eine elegante Leichtigkeit. Ekaterina Derzhavina, geprägt von der legendären russischen Schule und mittlerweile selbst Lehrerin am Tschajkowski Konservatorium in Moskau, bewegt sich souverän im pianistischen Kosmos Medtners. Sie findet die goldene Mitte zwischen Gemessenheit, musikantischem Zupacken, träumerischer Verspieltheit, Leidenschaft und pianistischer Brillanz. Vor allem, wie Derzhavina in den mitunter recht kurzen Sätzen der Stücke auf engstem Raum vielfältige Bedeutungsebenen erschließt, ist grandios. 

Medtner: Vergessene Weisen op. 39
Stimmungsbilder op. 1
Sonatentriade Op. 11

Ekaterina Derzhavina (Klavier)
Crystal Classics

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