Startseite » Rezensionen » Herb und ernst

CD-Rezension Marc-André Hamelin: Reger & Strauss

Herb und ernst

„Neue Fehlgeburt der in Inzucht verkommenen Reger-Muse“ nannte ein namhafter Kritiker bei der Uraufführung 1910 Regers Klavierkonzert. Zugegeben, es ist lang, massig orchestriert, für den Solisten enorm schwer und vielleicht wirklich „herb und ernst“, wie Reger selbst meinte. Aber es ist auch ein großer Wurf, der bei mehrmaligem Hören immer neue Schönheiten offenbart. Das RSB…

vonArnt Cobbers,

„Neue Fehlgeburt der in Inzucht verkommenen Reger-Muse“ nannte ein namhafter Kritiker bei der Uraufführung 1910 Regers Klavierkonzert. Zugegeben, es ist lang, massig orchestriert, für den Solisten enorm schwer und vielleicht wirklich „herb und ernst“, wie Reger selbst meinte. Aber es ist auch ein großer Wurf, der bei mehrmaligem Hören immer neue Schönheiten offenbart. Das RSB unter dem jungen Israeli Ilan Volkov erschafft eine opulente und nie klebrige Klangpracht, in der der wie stets souveräne Marc-André Hamelin mit hörbarem Vergnügen badet – ohne je in Gefahr zu sein, zu ertrinken. Als (gewichtige) Zugabe gibt’s Strauss‘ brahmsisch-launige Burleske.

Reger: Klavierkonzert f-Moll op. 114 Strauss: Burleske d-Moll
Marc-André Hamelin (Klavier)
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Ilan Volkov (Leitung)
Hyperion

Auch interessant

Rezensionen

Termine

Aktuelle Rezensionen

  • „Ich wäre gerne sarkastischer“
    Interview Nemanja Radulović

    „Ich wäre gerne sarkastischer“

    Nemanja Radulović über sein erstes Prokofjew-Album, mentale Herausforderungen und den Klang alter und neuer Geigen.

Klassik in Ihrer Stadt

Anzeige

Audio der Woche

SPECTRUM: Wenn Musik zum Prisma wird

Eine Hommage an die Kraft der Klänge, die das Spektrum der Seele zum Leuchten bringt.

Amazon Logo
jpc Logo

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!