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Rezension Roberto Prosseeda – War Silence

Entdeckungen

Roberto Prosseda und das London Philharmonic Orchestra wecken vier italienische Klavierkonzerte aus dem Dornröschenschlaf.

vonChristoph Vratz,

Namen wie Guido Alberto Fano oder Silvio Omizzolo stehen heute kaum auf der musikalischen Tagesordnung, wie überhaupt die Gattung des Klavierkonzerts in Italien einen eher schweren Stand genießt. In diese Repertoirenische stoßen nun Pianist Roberto Prosseda, das London Philharmonic Orchestra und Nir Kabaretti vor. Cristian Carraras Konzert „War Silence“ hat der Aufnahme ihren Namen gegeben: Vier Werke, die zwischen 1900 und 2015 entstanden sind. Bei den Stücken von Omizzolo und Carrara handelt es sich um Ersteinspielungen. Prosseda, der sich vor allem durch seine Mozart– und Mendelssohn-Alben einen Namen gemacht hat, spielt arios und mit behänder Geläufigkeit, mitunter, wie im Allegro con fuoco“ des Fano-Konzerts, mit leicht angezogener Handbremse. Er ädert die Musik, auch in Kongruenz mit dem Orchester, sehr fein. Das Dallapiccola-Konzert mit sechs Sätzen gerät farbig und diskret zugleich.

Roberto Prosseda
Roberto Prosseda

War Silence
Fano: Andante e Allegro con fuoco, Dallapiccola: Piccolo Concerto per Muriel Couvreux, Omizzolo: Klavierkonzert, Carrara: War Silence

Roberto Prosseda (Klavier), London Philharmonic Orchestra, Nir Kabaretti (Leitung)
Hyperion

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