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Rezension Mark Padmore – Schubert: Schwanengesang

Grandios und enttäuschend

Während Mitsuko Uchida am Klavier auf ganzer Linie begeistert, wirkt Mark Padmores zweifellos sublime Liedgestaltung stellenweise grenzwertig.

vonChristian Lahneck,

Ginge es allein nach der Pianistin, so würde diese Aufnahme die Höchstnote verdienen. Was Mitsuko Uchida in Schuberts „Schwanengesang“ und Beethovens „An die ferne Geliebte“ an Farben, Feinheiten, Klang-Substanz entwickelt, ist großartig. So poetisch und klug mit-gestaltend wünschte man sich alle Lied-Aufnahmen. Doch da gibt es noch zwei andere Aspekte, die den Gesamteindruck mildern: zunächst das befremdliche Klangbild. Warum in aller Welt hört man so viel Raum und hat das Gefühl, weit weg von den beiden Solisten zu sein? Schließlich Mark Padmore. All seine Lied-Erfahrung mündet hier in einen sublimierten Vortrag, doch an einigen Stellen wirft der Tenor Fragen auf: Möchte er mehr darstellen als von den Komponisten intendiert? Manche Intensivierung von Vokalen wirkt grenzwertig und erinnert an Gestaltungsmittel, die auch Ian Bostridge gern anwendet. Eine Aufnahme mit viel Für und Wider.

Mark Padmore
Mark Padmore

Schubert: Schwanengesang, Beethoven: An die ferne Geliebte

Mark Padmore (Tenor), Mitsuko Uchida (Klavier)
Decca

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