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Rezension María Dueñas – Paganini: Capricen

Ein Meilenstein

Die spanische Geigerin María Dueñas stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass Paganinis 24 Capricen mehr als nur Geklingel sind.

vonEcki Ramón Weber,

Die 22-jährige Geigerin María Dueñas taucht in das Bravourrepertoire ein. Paganinis hochvirtuose „24 Caprices“ meistert sie souverän, klug und beseelt. Mit gestochenen Akzentuierungen und ausdrucksstark gestalteten Melodiebögen, fein abgestuft in Phrasierungen und Dynamik. Jedes der Stücke gestaltet sie in einer individuellen Dramaturgie. Vor allem schürft sie nach der emotionalen Tiefe in diesen Stücken, zeigt, dass diese nicht bloß zirzensisches Geklingel sind. Sie verleiht ihnen jeweils einen starken Charakter. Dafür braucht es eine musikalische Vision und das spieltechnische Potenzial, diese auch umzusetzen. Zudem die Flexibilität, schnell zwischen anspruchsvollen Spieltechniken, Idiomen, Klangidealen zu wechseln, Kontraste und Dialoge zu inszenieren. All das erfüllt Dueñas aufs Glücklichste. Ein Meilenstein! Genauso vielseitig zeigt sie sich in den übrigen Duos und konzertanten Werken. Alle mit großartigen Partnern interpretiert.

María Dueñas
María Dueñas

Paganini: Capricen op. 1, Werke von Berlioz, Saint-Saëns, Sarasate, Wieniawski, Kreisler, Cervello & Ortiz

María Dueñas (Violine), Boris Kuschnir (Violine), Alexander Malofeev (Klavier), Itamar Golan (Klavier), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Mihhail Gerts (Leitung)
Deutsche Grammophon

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