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Rezension Jeneba Kanneh-Mason – Jane Austen’s Piano

Überzeugende Linienführung

Agil und frisch verneigt sich Pianistin Jenaba Kanneh-Mason vor der gleichsam pianophilen Schriftstellerin Jane Austen.

vonChristoph Vratz,

Rein digitale Veröffentlichungen unter dem Kürzel „EP“ (Extended Play) schießen zwar noch nicht wie Pilze aus dem Boden, aber sie nehmen zu. Mit welchem Erfolg? Man wird sehen. Nun veröffentlicht Jenaba Kanneh-Mason ein solches EP-Album und zeichnet darin musikalische Fährten rund um die Autorin Jane Austen nach, die selbst pianistisch interessiert war. Neben Haydns C-Dur-Sonate Nr. 35 bietet die Aufnahme Kürzeres von Händel, George Kallimark, Cramer und den Soundtrack zur „Pride & Prejudice“-Verfilmung von 2005. Kanneh-Mason meidet alles Betuliche. Ihr Spiel hat etwas Agiles, Frisches. Ihr Pedalspiel ist umsichtig justiert, ihre Linienbildung überzeugt. So weit, so gut. Dennoch bleibt noch Luft nach oben, was die Schichtung der unterschiedlichen Stimmen betrifft und die Erzeugung eines eigenen, unverwechselbaren Tons. Vielleicht sind auch knapp 30 Minuten Spielzeit zu wenig für eine aussagekräftigere Beurteilung.

Jane Austen’s Piano
Werke von Haydn, Händel, Kiallmark, Cramer & Marianelli

Jeneba Kanneh-Mason (Klavier)
Sony

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