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CD-Rezension Franziska Pietsch – Prokofjew Violinkonzerte

Musikalisches Füllhorn

Alle Akteure folgen souverän sämtlichen Kapriolen, stilistischen Anspielungen und Gefühlsumschwüngen des jungen Prokofjew

vonEcki Ramón Weber,

Sie kommen gleich zur Sache: Nach einem magischen Orchesterglühen tritt die Solovioline beseelt auf den Plan. Beim ersten Violinkonzert von Sergej Prokofjew glänzen DSO und Franziska Pietsch auf Augenhöhe. Das Orchester unter der Leitung von Cristian Măcelaru kreiert inspirierte Klangräume für die Entfaltung der Solovioline, gleichzeitig treten einzelne Orchestersolisten und -gruppen in lebhafte Dialoge mit der Solistin. Alle Akteure folgen souverän sämtlichen Kapriolen, stilistischen Anspielungen und Gefühlsumschwüngen des jungen Prokofjew. Franziska Pietsch spielt nuancenreich und intensiv, beweist Mut zur charakteristischen Tongebung. In Prokofjews Konzert Nr. 2, hintergründiger, werden die vielfältigen Ebenen meisterhaft ausgeleuchtet, vom intimen Rückzug bis zur großen Geste. Spannend bis zum Schluss. Eine Referenzaufnahme für beide Konzerte!

Prokofjew: Violinkonzerte Nr. 1 D-Dur op. 19 & Nr. 2 g-Moll op. 63

Franziska Pietsch (Violine), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Cristian Măcelaru (Leitung)
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