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Rezension Christian Poltéra – Werke von Brahms & Schumann

Spiel der Instrumente

Vom kammermusikalischen Geist beseelt veredeln Cellist Christian Poltéra und Pianist Ronald Brautigam die Sonaten von Johannes Brahms.

vonChristoph Vratz,

Wehmut, Klage, sanftes Leuchten. So eröffnen Christian Poltéra und Ronald Brautigam die erste der beiden Cello-Sonaten von Johannes Brahms; und von den ersten Takten an wird klar, wie gut sich allein die beiden Instrumente vertragen: ein Stradivari-Cello von 1711 sowie der Nachbau eines Streicher-Flügels aus dem Jahr 1868. Nach ihrem Mendelssohn-Album kommt das Solisten-Duo abermals im romantischen Repertoire zusammen. Die Aufnahme lebt ganz von ihrem kammermusikalischen Geist. Das „Allegretto quasi“-Menuetto der ersten Sonate etwa wirkt wie eine in sanfteres Licht gewendete Antwort auf den Beginn des Kopfsatzes. Wie resolut dagegen das „Allegro passionato“ aus der zweiten Sonate – doch es klingt nicht hochgetunt. Die Melodie des Cellos klingt gesanglich, leicht barockisierend mit dem Triller. Die beiden Sonaten umrahmen die „Fünf Stücke im Volkston“ op. 102 von Robert Schumann.

Christian Poltéra
Christian Poltéra

Brahms: Cellsonaten Nr. 1 & 2, Schumann: Fünf Stücke im Volkston op. 102

Christian Poltéra (Violoncello), Ronald Brautigam (Klavier)
BIS

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