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Rezension Belcea Quartet & Quatuor Ébène – Enescu: Oktett

Rücksichtslos mitreißend

Das Quatuor Ébène und das Belcea Quartet verschmelzen in den Oktetten von Mendelssohn und Enescu.

vonChristoph Vratz,

Womöglich ein Gipfeltreffen! Mit dem französischen Quatuor Ébène und dem britischen Belcea Quartet treffen zwei der führenden Ensembles ihrer Zunft zusammen und widmen sich den Oktetten von Felix Mendelssohn und George Enescu. Schon im ersten Mendelssohn-Satz wird klar: Da passt kein Blatt zwischen. Beide Formationen streiten nicht um die Pole Position, sondern verschmelzen tatsächlich zu einem Ganzen. Filigran, sommernachtstraumnah das Scherzo, virtuos – auch im Tempo – das fugierte Finale. Dieses Stück ist Ohrwurm und, in dieser Aufnahme, spieltechnische Grenzerfahrung zugleich. Doch fliegt hier niemand aus der Kurve. Das gelingt im besten Sinne rücksichtslos und mitreißend. Von gewollter Härte zeugt der zweite Satz im Enescu-Oktett, worauf das sich anschließende „Lentement“ eine nach innen gerichtete Antwort gibt, verletzlich, klagend, zagend. Wie es weitergeht? Im Walzer-Modus. Ébène und Belcea bilden tatsächlich eine Art Gipfeltreffen. Acht Instrumente – ein Klang.

Enescu: Streichoktett op. 7, Mendelssohn: Streichquartett E-Dur op. 20

Belcea Quartet, Quatuor Ébène
Erato

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