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Rezension Accademia del Piacere – Spain on Fire

Temperamentvoll

Die Spezialisten der Accademia del Piacere und Sopranistin Quiteria Muños lassen das „Goldene Zeitalter“ der spanischen Musik aufleben.

vonEcki Ramón Weber,

In Spanien erweckt „música clásica“ andere Assoziationen als weiter nördlich. Denn für die Spanier gilt das „Goldene Zeitalter“, das 16. und 17. Jahrhundert, als Klassik. Damals gab es eine frühe musikalische Hochblüte. Stücke aus dieser Epoche versammelt die Accademia del Piacere aus Sevilla mit ihrem Leiter Fahmi Alqhai. Das Alte-Musik-Ensemble spielt hochinspiriert mit rhythmischem Schwung. Die Farbpalette der Instrumente ist sehr breit, alles verbindet sich wunderbar und lässt doch Transparenz zu. Erdige Gambenklänge, silbrige Lautenakkorde und Cembaloziselierungen, satte Akkorde der Barockgitarre, angetrieben von diversen Trommeln sorgen für abwechslungsreiche Interpretationen, leidenschaftlich, gefühlvoll, intensiv. Klangliche Körnungen und überraschende Wendungen zeugen von Experimentierfreude bei dieser Musik, die wie so oft in der Alten Musik, in der Interpretation wie Jazz funktioniert. Die vereinzelt jazzig angehauchten Vokalgesten von Sopranistin Quiteria Muños sind dann aber doch des Guten zu viel.

Accademia del Piacere mit Sopranistin Quiteria Muños
Accademia del Piacere mit Sopranistin Quiteria Muños

Spain on Fire
Werke von Bailly, Blanch, Vitali, Murcia, Mudara, Marin u. a.

Quiteria Muños (Sopran), Accademia del Piacere, Fahmi Alqhai (Leitung)
Challenge

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