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R. Strauss: Elektra

Nur etwa hundert Minuten nimmt Richard Strauss sich in seiner Oper „Elektra“ Zeit, um mit maßloser Lautstärke, brutaler orchestraler Wucht und beinahe gewalttätigem Gesang in die musikalische Moderne vorzudringen. Keine Ouvertüre stimmt sanft ein: Ein erschütternder Bläserdonner schleudert das Publikum unmittelbar ins Geschehen. Doch nicht nur die Musik setzt Maßstäbe. Hugo von Hofmannsthal öffnet mit seinem Libretto etwa der Psychoanalyse den Weg in die griechische Tragödie. Zwar folgt der Dichter der äußeren Handlung von Sophokles, verschiebt den Fokus jedoch entschieden auf die seelischen Abgründe der Figuren. Elektras Rache endet nicht in heroischer Katharsis, sondern in einem rasenden, fast mänadischen Tanz der Ekstase, der sie schließlich selbst in den Tod treibt. Hofmannsthal reagiert auf die geistige Atmosphäre seiner Zeit: Elektras fanatischer Hass auf Klytämnestra erscheint als Symptom unterdrückter Sexualität. Erstmals an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast, inszeniert der für starke Psychogramme in Schauspiel und Oper gefeierte Regisseur Stephan Kimmig das Werk. Am Pult steht Chefdirigent Vitali Alekseenok.

Interpreten

Vitali Alekseenok (Leitung)
Stephan Kimmig (Regie)

Termine

  • Fr, 29. Mai 2026 19:30 Uhr
    Musiktheater
    Details

    Interpreten
    Vitali Alekseenok (Leitung), Stephan Kimmig (Regie)

  • Do, 04. Jun 2026 18:30 Uhr
    Musiktheater
    Details

    Interpreten
    Vitali Alekseenok (Leitung), Stephan Kimmig (Regie)

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