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Rezension Trio Wanderer – Art Nouveau

Tief vertraut

Wie berührend und überwältigend französische Kammermusik aus der Zeit um 1900 klingt, zeigt das Trio Wanderer exemplarisch.

vonChristoph Vratz,

Das Trio Wanderer meldet sich nach längerer Aufnahmepause mit einem Doppelalbum zurück: Unter dem Titel „Art Nouveau“ hat das Ensemble das dritte Trio von Édouard Lalo, zwei Werke von Mel Bonis sowie Kammermusik in Trio- und Duo-Besetzung von Debussy und Ravel aufgenommen. Welchen Furor die drei Wanderer immer noch zu entfachen vermögen, zeigt allein das Scherzo des Lalo-Trios; zu welch elegant wiegenden Klängen sie in der Lage sind, bekundet die Bonis-Barcarolle. Selten, dass eine feste Trio-Formation sich aufteilt, wie bei der Sonate für Geige und Cello von Ravel oder den Sonaten für Geige bzw. Cello von Debussy. So wird besetzungsübergreifend eine gewisse künstlerische Kontinuität gewahrt. Die Aufnahme bietet eine Reihe von berührenden Momenten, auch überwältigende Passagen und Phasen des Entrückt-Seins. Ein im Ganzen spannendes Epochen-Panorama, das eine tiefe Vertrautheit des Trio Wanderer mit dem ausgewählten Repertoire bezeugt.

Art Nouveau (French Chamber Music around 1900)
Lalo: Klaviertrio Nr. 3 e-Moll op. 26, Debussy: Klaviertrio G-Dur, Violinsonate g-Moll & Cellosonate d-Moll, Bonis: Soir et Matin op. 76 & Barcarolle op. 71, Ravel: Sonate a-Moll für Violine & Cello & Klaviertro a-Moll

Trio Wanderer
harmonia mundi

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