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Rezension Steffen Tast – Humperdinck: Das Mirakel

Gelungene Mischung

Steffen Tast gelingt zusammen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin die erste Gesamtaufnahme von Humperdincks Musik zur Pantomime „Das Mirakel“.

vonChristoph Vratz,

Bei der Londoner Uraufführung im Jahr 1911 waren rund 2000 Personen beteiligt. Gedacht als Gesamtkunstwerk aus Tanz, Pantomime und Musik lieferte Engelbert Humperdinck die Partitur zu Max Reinhardts Inszenierung der mittelalterlichen Geschichte rund um die Jungfrau Maria. Jetzt haben das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Steffen Tast eine diskografische Lücke geschlossen und die erste Gesamteinspielung dieses Werkes vorgelegt. Nicht alles ist auf größtmögliches Risiko zugeschnitten, doch Humperdincks Mischung aus Traditionsbewusstsein und sanfter Neuerung kommt hier stimmig zur Geltung. Innig etwa die Gebet-Szene, doch Tast lässt alles Weihrauchverdächtige außen vor. Innigkeit: ja. Falsche Frömmigkeit: nein. Entschlossen gelingt die Maskerade, keck der Soldatenmarsch. Zwei Chöre und die beiden Solistinnen runden das stimmige Ergebnis ab. Eine erfreuliche Repertoirebereicherung.

Humperdinck: Das Mirakel

Sophie Klußmann (Sopran), Josette Micheler (Mezzosopran), Kinderchor des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums Berlin, Rundfunkchor Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Steffen Tast (Leitung)
Capriccio

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