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CD-Rezension Sebastian Noack – Sommer: Ballads & Romances

Schwebende Welten

Sebastian Noack und Manuel Lange entdecken das umfangreiche Liedschaffen von Hans Sommer

vonRoland H. Dippel,

Die späte Wiederentdeckung des umfangreichen Liedschaffens von Hans Sommer ist erstaunlich. Sebastian Noack und Manuel Lange steuern über Goethe- und Eichendorff-Vertonungen auf sieben Lieder und Balladen von Felix Dahn zu. Den Bariton umflutet der orchestral gedachte Klavierpart mit einem breiten Band, ähnelnd den ausladendem Rahmen gründerzeitlicher Historiengemälde. Das gewinnt einen eigenen Reiz zwischen harmonischem Überschwang und vokaler Konzentration. Diese Pole strahlen umso mehr, wenn der Gesangssolist wie hier die subtilen Gewichtungen von Wortsinn, epischer Ruhe und dramatischer Eindringlichkeit beherrscht. Neben dem unverwechselbaren Lied-Ton von Richard Strauss, Max Reger oder Johannes Brahms, bei denen der Gesang das Primat hat, sind Hans Sommers Lieder sinfonisch anmutende Klavierpoeme mit obligater Stimme, die wie Wagners „Wesendonck-Lieder“ entrückt um sich selbst kreisen.

Sommer: Ballads & Romances
Loreley op. 7
Jung Douglas und schön Rosabell op. 24
Die junge Königin op. 25
Junge Anne op. 18 Nr. 1
Ballads & Romances op. 8 & 11

Sebastian Noack (Bariton), Manuel Lange (Klavier)
CAvi

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