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Rezension Philippe Jaroussky – À sa guitare

Rundreise mit Gitarre

Mit einfühlsamer wie prägnanter Gitarrenbegleitung von Thibaut Garcia singt sich Countertenor Philippe Jaroussky durch Epochen und Länder der Welt.

vonEcki Ramón Weber,

Mit viel Experimentierfreude weitet Philippe Jaroussky seit Jahren das Spektrum für Countertenor aus. Diesmal geht es von Frankreich nach England über Österreich und Spanien nach Lateinamerika. Sein Weggefährte ist der Gitarrist Thibaut Garcia. Die duftigen Lieder von Granados, Poulenc und Fauré kommen atmosphärisch daher, Schuberts Erlkönig ist eine Herausforderung, bei der sich Jaroussky wacker schlägt. Zu Purcell und Dowland bekommt er allerdings keinen Draht, im italienischen Repertoire dagegen, in der Dramatik von Francesca Caccini sowie im komischen Genre eines Paisiello, fühlt er sich deutlich wohler. Geradezu überraschend sensationell sind die Ausflüge zum Chanson und zum Bossa nova. Das Ganze letztendlich ein Kessel Buntes? Keineswegs: Die so einfühlsame wie prägnante Gitarrenbegleitung und die unprätentiöse, ja intime Musizierhaltung bieten tatsächlich eine ästhetische Klammer.

Philippe Jaroussky
Philippe Jaroussky

À sa guitare
Werke von Granados, Poulenc, Fauré, Schubert, Purcell u. a.

Philippe Jaroussky (Countertenor), Thibaut Garcia (Gitarre)
Erato

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