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Rezension Philippe Bach – Raff: Samson

Faszinierende Bibeloper im Schatten Wagners

Zwei Jahre nach ihrer Uraufführung legen Philippe Bach und die Bühnen Bern erstmals Joachim Raffs Oper „Samson“ in einer Studioaufnahme vor.

vonRoland H. Dippel,

Produktionsprozess in der richtigen Reihenfolge. Gestählt mit dem Erleben aus der Uraufführung in Weimar machten sich die Raff-Gesellschaft und der Dirigent Philippe Bach an diese konzertante Aufführung und Studioproduktion. Das dreistündige Werk ist eine gewichtige Grand opéra zwischen „Rienzi“ und „Die Königin von Saba“. Joachim Raff, der klarsichtige Wagner-Analytiker und Liszts Mitarbeiter, rehabilitiert in seinem Textbuch Samsons von Olena Tokar flutend und intensiv gestaltete Geliebte Delilah. Magnus Vigilius gibt einen prächtigen Samson mit Helden-Grandezza und Betörer-Charisma. Und Philippe Bach bringt Raffs überraschende Instrumentation zum variantenreichen Leuchten. Eine fulminante Entdeckung und faszinierende Bereicherung der Kenntnisse über das musikalische Weimar und einen parallelen Weg der Oper im deutschen Raum neben dem zu viel neben sich verbrennenden Repertoire-Usurpator Wagner.

Phillippe Bach
Phillippe Bach

Raff: Samson

Magnus Vigilius (Samson), Olena Tokar (Delilah), Robin Adams (Amibelech), Christian Immler (Oberpriester), Michael Weinius (Micha), Chor der Bühnen Bern, Berner Symphonieorchester, Philippe Bach (Leitung)
Schweizer Fonogramm

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