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Rezension Peter Ruzicka – Solokonzerte

Sogkraft

Hochkarätige Solisten und Orchester haben die jüngsten Konzerte von Peter Ruzicka aufgenommen, das Ergebnis ist verblüffend und expressiv.

vonEcki Ramón Weber,

Nachdem 2024 Aribert Reimann und Wolfgang Rihm gestorben sind, ist Peter Ruzicka, Jahrgang 1948, der letzte große Ausdrucksmusiker unter den deutschen Komponisten. Was für weite Spannungsbögen, welche Expressivität und Intensität noch aus der alten Klangmaschine Orchester und den Soloinstrumenten herauszuholen sind, beweisen vier konzertante Werke aus jüngerer Zeit. Ruzicka, der auch ein erfahrener Dirigent ist, auf der CD bei „AULODIE“ in dieser Funktion dabei, bewegt in seinen Kompositionen die Orchestermassen virtuos. Er schafft Weite und Intimität, entfacht imposante Klanggewitter, erfüllt den Raum mit instrumentalem Flirren und verfeinert zu kammermusikalischer Konzentration. Immer wieder fasziniert die Integration der Schlaginstrumente in den orchestralen Gesamtklang. Das Stück „EINGEDUNKELT“ mit Solovioline und Orchester weist sogar ein verblüffendes Klangkontinuum mit Singstimmen auf. Für die Sogkraft dieser Musik sorgen auf dem Album Starsolisten und namhafte Orchester und Dirigenten.

Peter Ruzicka
Peter Ruzicka

Ruzicka: Depart, Eingedunkelt, Aulodie & Still

Carolin Widmann (Violine), Nils Mönkemeyer (Viola), Albrecht Meyer (Oboe), Kris Garfitt (Posaune), SWR Vokalensemble, SWR Symphonieorchester, NDR Elbphilharmonie Orchester, Schleswig-Holstein Festival Orchester, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Matthias Pintscher (Leitung), Bas Wiegers (Leitung), Peter Ruzicka (Leitung), Massimiliano Matesic (Leitung)
Neos

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