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Rezension Paavo Järvi – Schubert: Vierte Sinfonie

Mitreißender Schubert

Paavo Järvi und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen überzeugen beim Start ihrer Schubert-Reihe mit Prägnanz, Energie, Intensität und Dramatik.

vonEcki Ramón Weber,

Bei Konzerten in Asien und Europa haben sie mit einigen Sinfonien schon für Furore gesorgt, jetzt gibt es die erste Einspielung des Schubert-Zyklus mit Paavo Järvi und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit den Sinfonien Nr. 4 und Nr. 7. Die Einspielung erweist sich bereits als Sensation: energetisch, prägnant, kantabel, wenn es entsprechend bei Schubert aufblüht, mal verträumt, mal beschwingt, mal burlesk, atmosphärisch dicht, intensiv, mit geschärften Konturen und betont zugespitzten Kontrasten in Dynamik, Gestus und Ausdruck. Die für Schubert typischen unterschiedlichen Beleuchtungen des Geschehens erscheinen in vielen Ausprägungen. Die Kammerphilharmonie Bremen zeigt sich mit Paavo Järvi von ihrer besten Seite, nicht nur als gemeinsam musikalisch atmendes Kollektiv, das kleinste Details herausmodelliert, sondern auch mit brillanten Instrumentengruppen und Soloeinsätzen. In der Nr. 7, der „Unvollendeten“, treten die Umbrüche und montageartigen Umschwünge deutlich hervor, und damit die inhärente Dialektik dieser Musik. Wer könnte angesichts dieser spannend ausgeloteten Interpretationen noch bezweifeln, dass Schubert ein begnadeter Dramatiker war? Eine der markantesten Schubert-Einspielungen der letzten Jahre.

Schubert: Sinfonien Nr. 4 c-Moll D 417 & Nr. 7 h-Moll D 759

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi (Leitung)
RCA

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