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Rezension Modestas Pitrėnas – Chausson: Poème de l’amour et de la mer

Gegensätze und Analogien

Orchestrale Dialoge, Geheimnisvolles und Poesie zeichnen Modestas Pitrėnas‘ lohnenswerten Streifzug zu Werken von Chausson und Britten aus.

vonChristoph Vratz,

Eine seltene Zusammenstellung bieten das Litauische Sinfonieorchester und das Litauische Kammerorchester mit Modestas Pitrėnas am Pult. Dazu singt der Tenor Edgaras Montvidas. Auf „Poème de l’amour et de la mer“ von Ernest Chausson folgen „Les Illuminations“ von Benjamin Britten, bevor die knappe „Exstase“ von Camille Saint-Saëns den Schluss bildet. Gegensätze und Analogien zeichnen dieses lohnende Programm aus. Ein schwebender Charakter wechselt bei Chausson mit klaren Bläsermotiven. So entsteht ein orchestraler Dialog, den Edgaras Montvidas dann singend weiterführt (auch wenn er von der Aufnahmetechnik etwas direkt eingefangen wird). Man hätte Montvidas vielleicht die eine oder andere sanftere Färbung gewünscht, denn seine Stimme wirkt konstant direkt und oft kernig. Im letzten Drittel des ersten Liedes löst er diese Hoffnung dann erstmals ein. Bei Britten klingt sein Vortrag mehrfach geheimnisvoll und poetisch.

Modestas Pitrėnas
Modestas Pitrėnas

Chausson: Poème de l’amour et de la mer, Britten: Les Illuminations, Saint-Saëns: Extase

Edgaras Montvidas (Tenor), Lithuanian Chamber Orchestra, Lithuanian National Symphony Orchestra, Modestas Pitrėnas (Leitung)
Accentus

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