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CD-Rezension Marie-Elisabeth Hecker – Edward Elgar

Keine Frauendomäne

Gemeinsam mit Marie-Elisabeth Heckers Freunde wird Elgars kaum bekanntes Klavierquintett zum samtenen Hörvergnügen

vonRoland H. Dippel,

Zur Frauendomäne will Marie-Elisabeth Hecker Edward Elgars Cellokonzert nicht erklären, obwohl sie nach Beatrice Harrison und Jacqueline du Pré als mindestens dritte Meistersolistin diese Partitur Stück zum Blühen bringt. Recht hat sie, denn der dichte und dabei geschmeidige Satz ist gewiss nicht nur mit geschlechtlichen Attributen zu fassen. Der außergewöhnliche Gestus Elgars wird auf diesem Album mit zwei weiteren Preziösen gerundet. Genauso stilkundige und sinnliche Musiker wie das Antwerp Symphony Orchestra und Edo de Waart sind Marie-Elisabeth Heckers Freunde, mit denen sein unverständlicherweise kaum bekannte Klavierquintett zum samtenen Hörvergnügen wird. Melodik zwischen Salon und Weltläufigkeit, zwischen Distinktion und hinter Eleganz verborgener Emotion. Eine schönere und sinnigere Ergänzung zu Heckers überhaupt erster Solokonzert-Einspielung ist kaum denkbar.

Elgar: Cellokonzert op. 85, Klavierquintett a-Moll op. 84 & Sospiri op. 70

Marie-Elisabeth Hecker (Violoncello), Carolin Widmann & David McCarroll (Violine), Pauline Sachse (Viola), Martin Helmchen (Violoncello), Antwerp Symphony Orchestra, Edo de Waart (Leitung)
Alpha

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