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Rezension Marco Serino – Morricone: Cinema Suites

Intensives Kopfkino

Geiger Marco Serino und das Orchestra Haydn di Bolzano e Trento spielen eigens für das Konzertpodium zusammengestellte Stücke von Ennio Morricone – dessen Sohn Andrea Morricone agiert am Pult.

vonEcki Ramón Weber,

Im Sommer 2020 ist Filmkomponist Ennio Morricone im Alter von 91 Jahren gestorben. Seine Kreationen klingen weiter, längst nicht nur auf der Leinwand oder dem Bildschirm, sondern auch im Konzertsaal. Der Sohn Andrea Morricone hat zusammen mit dem Geiger Marco Serino und dem Orchestra Haydn di Bolzano e Trento einige eigens für das Konzertpodium erstellte Stücke eingespielt: Da gibt es eine Sergio Leone Suite und Brian De Palma Suite, aber auch eine Zusammenstellung aus The Mission, Moses und Marco Polo. Sofort stellt sich dabei das typische Morricone-Feeling ein: dieses „Bigger than Life“, das unter die Haut geht. Die dichten Emotionen, die betörende Leidenschaft, bildkräftigen Klänge, die dramatische Aufwallung, die spezifischen Klangfarben und Kniffe, das besondere Etwas, das Morricone als begnadeter Musikalchimist beherrschte. In den Aufnahmen wird dies alles kongenial umgesetzt in stimmigen Interpretationen. Intensives Kopfkino.

Marco Serino
Marco Serino

Morricone: Cinema Suites für Violine und Orchetra

Marco Serino (Violine), Orchestra Haydn di Bolzano e Trento, Andrea Morricone (Leitung)
Arcana (A495)

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