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Rezension Magdalena Kožená – Czech Songs

Tschechische Empfindungsgabe

Magdalena Kožená singt empfindungsreiche Orchesterliedern von tschechischen Meistern

vonRoland H. Dippel,

Manche Stimmen sind alterslos wie der Mezzosopran Magdalena Koženás. Nach ihrer bewundernswerten „Alcina“ glänzt sie mit tschechischen Orchesterliedern, die hier auch den Stempel der langen Auseinandersetzung von Sir Simon Rattle mit Janáček tragen. Eine filigran und sensibel genommene Spätromantik reicht bis zum Wiegenlied des Auschwitz-Opfers Hans Krása. Instrumentiert wurden dieses und Dvořáks Lieder op. 2 von Jiri Teml und Jiri Genrot, zwei in der großen Musiktradition Tschechiens verankerten Komponisten. Große Interpreten erkennt man auch an der Begabung, innerhalb weniger Sekunden ein Stück einprägsam zu modellieren. Diese Fähigkeit zeigt Kožená in Martinůs extrem kurzen und während des Zweiten Weltkriegs entstandenen „Liedchen auf zwei Seiten“. Es versteht sich, dass die Farben ihres leichten und hellen Timbres hervorragend mit den Farben der Tschechischen Philharmonie harmonieren.

Magdalena Kožená
Magdalena Kožená

Czech Songs
Martinů: Nipponari, Dvořák: Abendlieder Op. 3 & Lieder Op. 2, Krása: Vier Orchesterlieder, Klein: Lullaby

Magdalena Kožená (Mezzosopran), Tschechische Philharmonie, Sir Simon Rattle (Leitung)
Pentatone

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