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Rezension Lahav Shani – Weill: Sinfonie Nr. 2

Ungewöhnliche Kombination

Das Rotterdam Philharmonic Orchestra mit seinem Chefdirigenten Lahav Shani präsentiert transparent klingenden Weill und Schostakowitsch.

vonChristian Lahneck,

Seine Doppelbegabung unterstreicht er ähnlich gern wie etwa Daniel Barenboim. Inzwischen ist Lahav Shani Chef beim Rotterdam Philharmonic Orchestra, wo er seine Tätigkeiten als Pianist und Dirigent bereits mit einem Beethoven-Album bewiesen hat. Nun folgt eine reine Orchesteraufnahme, mit der ungewöhnlichen, dennoch naheliegenden Kombination der zweiten Sinfonie von Kurt Weill und der fünften von Dmitri Schostakowitsch, die Shani bei seinem offiziellen Antrittskonzert aufs Programm gesetzt hatte. In beiden Werken gelingt es dem Israeli, einen entfetteten Klang zu erzeugen. Die Rotterdamer agieren agil und wendig, die Modernität beider Werke zeigt sich in einer sehr luftigen Spielweise, die das Komplexe eher leicht und selbstverständlich erscheinen lässt. Was auch besticht, ist die Mischung aus Vitalität und Akkuratesse, und die Art, Höhepunkte nüchtern und dennoch emotional zu gestalten.

Lahav Shani
Lahav Shani

Weill: Sinfonie Nr. 2, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 5

Rotterdam Philharmonic Orchestra, Lahav Shani (Leitung)
Warner Classics

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