Seine Wagner-Hommage wurde im Frühjahr noch bei Decca veröffentlicht, jetzt erweist Jonas Kaufmann dem zweiten großen Jubilar des Jahres beim neuen Exklusivlabel seine Reverenz. Warum der Münchner vom Branchenführer Universal zu Sony, der Nummer Zwei im Klassikmarkt, gewechselt ist, bleibt sein Geheimnis. Kein Geheimnis ist es aber, dass „The Verdi Album“ Kaufmanns bisher bestes Recital ist. Und das sowohl gesanglich als auch gestalterisch. Enorm differenziert setzt er seine Stimme ein, die nie sicherer und ausgeglichener klang. Gleichzeitig behandelt er den Text mit großer Sorgfalt, arbeitet die Situationen und Charaktere glaubwürdig heraus. Doch so herrlich Radames, Riccardo oder Rodolfo auch sind – das Beste hebt sich der Tenor für den Schluss auf: Mit den beiden Ausschnitten aus Otello weckt er sofort Begehrlichkeiten, man möchte sie unbedingt als Versprechen auf die Zukunft werten.
CD-Rezension Jonas Kaufmann – Verdi: Arien
Nie war er besser
Jonas Kaufmann setzt seine Stimme enorm differenziert ein, die nie sicherer und ausgeglichener klang
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Jonas Kaufmann (* 10. Juli 1969) gehört zu den bedeutendsten Tenören der Gegenwart. Aufgewachsen in seiner Heimatstadt München, studierte er nach einigen Semestern Mathematik von 1989 bis 1994 Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München und perfektionierte sein Können in…
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