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Rezension Jean Rondeau – Gradus ad Parnassum

Stilsicheres Experiment

Der französische Cembalist Jean Rondeau adaptiert Werke aller Epochen für sein Instrument und überzeugt dabei mit superber Technik.

vonFrank Armbruster,

Musik von Claude Debussy auf dem Cembalo? „Clair de lune“ würde wohl nicht funktionieren, aber wenn es sich um das an barocke Präludien angelehnte „Doctor Gradus ad Parnassum“ handelt, kann eine solche Adaption ein durchaus reizvolles Experiment sein. Der Titel bezieht sich auf Johann Joseph Fux´ Lehrwerk „Gradus ad Parnassum“, auf das sich auch später Muzio Clementi mit einer Etüdensammlung berufen hat, und Werke aus beiden Sammlungen spielt der französische Cembalist Jean Rondeau auf seinem ebenso titulierten Album. Das schlägt einen weiten Bogen von der Renaissance (Palestrina) bis zu Debussy, dazwischen stehen Werke aus jener Zeit des Übergangs vom Cembalo zum Fortepiano von Haydn und Mozart. Dass sich sogar zwei Präudien von Beethoven nahtlos einfügen in diese auch musikhistorisch hoch interessante CD, liegt an der stilistischen Kompetenz wie dem technisch superben Spiel Jean Rondeaus.

Jean Rondeau
Jean Rondeau

Gradus ad Parnassum
Werke von Palestrina, Fux, Haydn, Clementi, Mozart, Beethoven & Debussy

Jean Rondeau (Cembalo)
Erato

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