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Rezension Augustin Hadelich – Bohemian Tales

Böhmische Geschichten

Wie selbstverständlich Dvořák klingen kann, zeigen Augustin Hadelich und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Jakub Hrůša bei ihrer Aufnahme des Violinkonzerts.

vonChristian Lahneck,

Dvořáks Musik braucht Unverkrampftheit. Jeder künstliche Effekt würde Fluss und Energie unterdrücken. Wie das gelingen kann, zeigen Augustin Hadelich und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Jakub Hrůša bei ihrer Aufnahme des Violinkonzerts. Das Zusammenspiel gelingt stellenweise beglückend kammermusikalisch und auch im Tutti mit Genauigkeit und Leidenschaft. Bei Hadelich dominiert, kleinem romantisierendem Vibrato zum Trotz, eine gelungene Mischung aus Pathos und Melos, Spiellust und melancholischen Zwischentönen. Auf einen zarteren Ton im langsamen Satz verzichtet er offenbar bewusst. Spannend ist die Aufnahme auch wegen der Zusammenstellung. Die vier Stücken op. 17 von Josef Suk und Leoš Janáčeks Violinsonate bilden weitere Schwerpunkte, mit Charles Owen am Klavier. Das Duo Hadelich-Owen spielt mit viel Emphase und Nachdruck, vor allem beim fahl-gespenstischen Janáček.

Augustin Hadelich
Augustin Hadelich

Bohemian Tales
Dvořák: Violinkonzert op. 53, Romantisches Stück op. 75 Nr. 4 „Als die Mutter“ & Humoreske
Janáček: Violinsonate
Suk: 4 Stücke für Violine & Klavier

Augustin Hadelich (Violine), Charles Owen (Klavier), Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Jakub Hrůša (Leitung)
Warner Classics

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