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Rezension Artemis Quartett – Schubert: Streichquartette Nr. 13-15

Betörender Schubert

Dem Artemis Quartett gelingt mit äußerst sensiblem Zusammenspiel und höchster Konzentration ein Geniestreich in der Schubert-Diskografie.

vonEcki Ramón Weber,

Während seines mittlerweile vollendeten Marathons, sämtliche Beethoven-Quartette auf CD aufzunehmen, hat das Artemis Quartett 2009 als Kontrastprogramm die drei letzten Schubert-Quartette eingespielt: das „Rosamunde“-Quartett, „Der Tod und das Mädchen“ und das große G-Dur-Streichquartett Nr. 15. Nun wurde dieses Material endlich veröffentlicht: Atemberaubende Dramatik und lyrische Zurücknahme, bringen die drei Herren und die Dame des Ensembles zu Gehör, aufgeraute Strukturen und himmlischer Gesang, dichte Klangfelder und hauchzarte, filigrane Strukturen. Die Doppel-CD ist ein Geniestreich und mit das Aufregendste, was derzeit in Sachen Schubert-Quartetten zu bekommen ist. Alle vier Musiker sind vollendet aufeinander abgestimmt und bieten ein äußerst sensibles Zusammenspiel in unfassbarer Konzentration. Was für ein Quartett-Ton ist da zu hören! Mitunter klingt es wie aus einem einzigen beseelten Instrument mit unerhört vielen Schattierungen. Die Diamanten, die Schubert mit seinen letzten drei Streichquartetten geschliffen hat, werden auf betörende Weise zum Strahlen gebracht.

Schubert: Streichquartette Nr. 13-15

Artemis Quartett
Virgin Classics

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