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CD-Rezension Antoine Tamestit – Widmann: Violakonzert

Klasse und Stil

Im Solokonzert von Jörg Widmann lässt Antonie Tamestit die Bratsche singen und leiden, vibrieren und aufbrausen – alles hat Klasse, alles Stil

vonChristian Lahneck,

Sie kennen und schätzen einander schon lange. Daher hat Bratscher Antoine Tamestit nun eine reine Jörg Widmann-CD aufgenommen mit dem Violakonzert im Zentrum und einer Auswahl an Duos (mit Geige oder Cello) sowie dem „Jagdquartett“ mit dem Signum Quartett als weiteren Werken. Da wird mit Hingabe musiziert, in allen Extremlagen, kraftvoll und fein, klagend und burschikos, in Miniatur-Kürze und in langen Bögen. Dass Tamestit ein grandioser Bratscher ist, stellt keine neue Erkenntnis dar. Auch nicht, wie akribisch er sich in diese Musik einfindet. Im Solokonzert lässt er die Bratsche singen und leiden, vibrieren und aufbrausen. Alles hat Klasse, alles Stil. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ist unter der Leitung des englischen Dirigenten Daniel Hardings Leitung ein ebenso wacher Partner wie in den Duos Marc Bouchkov und Bruno Philippe als weitere Solisten. Eine aufregende Musik mit Neuer Musik, die auch Skeptikern empfohlen sei.

Widmann: Violakonzert, Duos & Streichquartett Nr. 3 „Jagdquartett“

Antoine Tamestit (Viola), Marc Bouchkov (Violine), Bruno Philippe (Violoncello), Signum Quartett, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Daniel Harding (Leitung)
harmonia mundi

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