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Rezension Antje Weithaas – Dvořák: Violinkonzert

Maßstab setzend

Antje Weithaas und die Camerata Bern zeigen bei Dvořáks Violinkonzert Leidenschaft, Wendigkeit, Sensibilität und Temperament.

vonEcki Ramón Weber,

Die Violinistin Antje Weithaas, Preisträgerin des Opus Klassik als Instrumentalistin des Jahres 2025, ist nicht nur eine begnadete Solistin. Sie inspiriert auch als Lehrerin und Kammermusikpartnerin – und auf ihrer neuen Einspielung als Orchesterleiterin an der Sologeige. Gemeinsam mit der Camerata Bern hat sie Antonín Dvořáks Violinkonzert eingespielt. Herausgekommen ist eine Interpretation, die Maßstäbe setzt und lange nachhallen wird. Von Anfang an ist hier eine enorme Prägnanz und Leidenschaft herauszuhören, eine Fülle an Ausdruck und eine pralle Gestaltung unterschiedlicher Idiome in den drei Sätzen des Konzerts. Alleine schon der erste Soloeinsatz von Weithaas im Kopfsatz ist ein Ereignis: drängend, unerbittlich, stechend, extrem souverän und doch mit emotionaler Wärme und feinen Nuancen. Auf diese Weise werden die vielen Schätze dieses Werkes von Dvořák voll und ganz zur Geltung gebracht: Die zärtlichen Momente, die ruppigen und resoluten Töne, die tänzerischen Folkloreanklänge, die Gefühlstiefe. Die Interaktion zwischen der Camerata Bern und Antje Weithaas hat kammermusikalische Intensität, die einen gebannt das Konzert von Anfang bis Ende verfolgen lässt. Die Serenade begeistert genauso. Mitreißend!

Antje Weithaas
Antje Weithaas

Dvořák: Violinkonzert a-Moll op. 53 & Streicherserenade E-Dur op. 22

Camerata Bern, Antje Weithaas (Violine & Leitung)
CAvi

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