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Rezension Anna Khomichko – Beginnings

Drei auf einen Streich

Heterogen ausgedeutet aber programmatisch reizvoll präsentieren Anna Khomichko und die Heidelberger Philharmoniker frühe Klavierkonzerte.

vonChristoph Vratz,

Unter dem Titel „Beginnings“ präsentiert die Pianistin Anna Khomichko drei Erstlings-Konzerte für Klavier: das rekonstruierte Es-Dur-Konzert WoO 4 von Ludwig van Beethoven, das C-Dur-Konzert von Muzio Clementi und Mozarts D-Dur-Konzert KV 175. Khomichko spielt mit klarem Anschlag und genauen Konturen, mit Augen- und Fingermaß für die Charakterisierung von Haupt- und Nebenthemen. Das gilt insbesondere für Mozart. Die Aufwertung des gemeinhin wenig beachteten Clementi gelingt mit Sorgfalt und in den Ecksätzen mit Verve. Dagegen fällt die Deutung des Beethoven-Konzerts ein wenig ab, wie etwa das leicht holzschnittartig angelegte Rondo zeigt. Das Philharmonische Orchester Heidelberg unter Mino Marani kann wiederum bei Mozart weniger überzeugen als in den beiden anderen Werken. So fällt das Fazit durchwachsen aus, kann aber programmatischen Reiz dieser drei „Beginner“-Konzerte nicht schmälern.

Anna Khomichko
Anna Khomichko

Beginngs
Beethoven: Klavierkonzert Es-Dur WoO4, Clementi: Klavierkonzert C-Dur, Mozart: Klavierkonzert Nr. 5 D-Dur KV 175

Anna Khomichko (Klavier), Philharmonisches Orchester Heidelberg, Mino Marani (Leitung)
GENUIN Classics

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