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Rezension Alexei Lubimov – Forgotten Words I wished to say

Ausdrucksvolle Bescheidenheit

Pianist Alexei Lubimov und Sopranistin Viktoriia Vitrenko arbeiten mit großer Erfahrung die subtilen Töne in der Musik Valentin Silvestrovs heraus.

vonEcki Ramón Weber,

Der ukrainische Komponist Valentin Silvestrov hat sich stets seine innere Freiheit bewahrt, jenseits von Dogmen oder Moden. Das zeigt auch sein elegischer Klavierzyklus „Kitsch-Musik“ von 1977 mit dezenten Bezügen zur Romantik. „Drei Stücke“ von 2012 und „Zwei Stücke“, 2023 im Berliner Exil entstanden, geben sich bescheiden, besitzen aber eine subtile Expressivität und haben dadurch Präganz. Vor allem wenn dies einfühlsam herausgearbeitet wird. Pianist Alexei Lubimov hat darin eine Menge Erfahrung. Das ist zu hören. Auch der Liederzyklus „Stufen“ betört in seiner unverstellten, unaufdringlichen Intensität. Viktoriia Vitrenko mit ihrem warmen, ausdrucksvollen Sopran trifft bei diesen Gesängen, die eine Klasse für sich sind, direkt ins Herz. Ein mustergültiges Album, geprägt von feinem Gespür für die Nuancen in der Musik Silvestrovs. Sehr berührend! Schade nur, dass die Liedtexte im Booklet fehlen.

Alexei Lubimov
Alexei Lubimov

Forgotten Words I wished to say
Silvestrov: Kitsch-Musik, Stufen, Drei Stücke op. 204 & Zwei Stücke

Viktoriia Vitrenko (Sopran), Alexei Lubimov (Klavier)
Sony Classical

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