Seit 1991 begehen die Berliner Philharmoniker den 1. Mai mit ihrem Europakonzert, das jedes Jahr an einem kulturhistorisch bedeutenden Ort des Kontinents stattfindet. Die Veranstaltung versteht sich als Würdigung der europäischen Vielfalt und erinnert zugleich an die Gründung des Orchesters am 1. Mai 1882. In diesem Sinne sehen sich die Philharmoniker als musikalische Botschafter eines friedlichen und verbindenden Europas. In diesem Jahr führt sie das Europakonzert nach Österreich, in das traditionsreiche Schloss Esterházy.
Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Kirill Petrenko begibt sich das Orchester dort auf die Spuren Joseph Haydns. Das Schloss Esterházy in Eisenstadt war im 18. Jahrhundert unter Fürst Nikolaus I. ein bedeutendes kulturelles Zentrum und über viele Jahre hinweg Wirkungsstätte des Komponisten. In seiner Funktion als Hofkapellmeister prägte Haydn hier maßgeblich die Entwicklung zentraler musikalischer Formen wie der Sinfonie.
Beim diesjährigen Europakonzert erklingen neben einer Ouvertüre Haydns auch Werke von Beethoven, Tschaikowsky und Strawinsky. Als Solist ist Cellist Gautier Capuçon zu erleben.
TV-Tipp:
Europakonzert der Berliner Philharmoniker
So. 3.5.2026, 16:40 Uhr
ARTE




