Im Kölner „Tatort“ ermittelten Sie zuletzt im Opernhaus. Wie ist Ihre private Beziehung zur Oper?
Dietmar Bär: Meinen ersten Kontakt zur Oper hatte ich auf der Bühne: Ich war Statist am Theater meiner Heimatstadt Dortmund, noch bevor ich auf die Schauspielschule ging. Als Tambourmajor in Puccinis „La Bohème“ bin ich für einige Abende immer zum Ende des zweiten Akts in die Kulisse des Pariser Weihnachtsmarkts hineinmarschiert. Das war mein erster prägender Kontakt mit klassischer Musik. Aus Nostalgie bin ich letztes Jahr in Köln nochmal in „La Bohème“ gegangen und habe die schönen Ohrwürmer genossen, die darin versteckt sind.
Welche Rolle spielt Musik in Ihrem Berufsalltag?
Bär: Zur klassischen Schauspielausbildung, die ich erhalten habe, gehört auch Gesangsunterricht. Ich singe gelegentlich auf der Bühne, zum Beispiel bei der Heinz-Erhardt-Tournee, mit der ich auch dieses Jahr wieder unterwegs bin. Außerdem arbeite ich sehr gerne mit musikalischen Beiträgen in Lesungen – wenn da zu den Worten ein Klangteppich ausgebreitet wird, ist das fürs Publikum immer sehr reizvoll.
Wie hören Sie Musik am liebsten: Stream, Radio oder live?
Bär: Ich höre viel Klassik und Jazz im Radio. Das gefällt mir, wenn ich da im Programm immer wieder Neues entdecken kann, aber auch Altbekanntes aufschnappe, das ich von früher kenne – zum Beispiel Mendelssohns Musik zum „Sommernachtstraum“ oder Bernstein und Gershwin. Mit meinem Theaterhintergrund muss ich trotzdem sagen: Das Live-Erlebnis ist immer noch das Schwerste, das Größte, das Kräftezehrendste, aber auch das Wunderbarste überhaupt.




