Wagners „Tannhäuser“ erzählt vom inneren Zwiespalt zwischen Begehren und Erlösung. Die britische Regisseurin Adele Thomas inszeniert den romantischen Konflikt als düstere Seelenreise und versetzt den titelgebenden Rittersmann in einen rauschhaften Zustand; gefangen irgendwo zwischen Venus’ sinnlicher Welt und Elisabeths geistiger Reinheit. Die Bühne des Magdeburger Theaters wird dabei zur Projektionsfläche eines zerrissenen Ichs. Für das Publikum emotional erfahrbar wird jener Rausch vor allem durch den betörend-wuchtigen Sog der Musik Wagners, die von der strahlenden Ouvertüre bis zum heroischen Schlusschor die seelischen Abgründe der Figuren in klangliche Extreme überführt.
Wagner: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
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