Von Julian Prégardien ist bekannt, dass es ihm schwer fällt, sich festzulegen. Das betrifft insbesondere die Ausgestaltung seiner Liederabende und damit einhergehend die Wahl seiner Pianisten. Längst ist Prégardien von der Vorstellung abgerückt, eine Referenzaufnahme einzusingen oder eine mustergültige Formel zu finden. Vielmehr lebt seine Liedgestaltung vom Augenblick. Daher verwundert es kaum, dass sich der 41-Jährige gleichermaßen von Martin Helmchen, Lars Vogt oder Kristian Bezuidenhout begleiten lässt. Mit letzterem gestaltet der Tenor nun Schuberts „Die schöne Müllerin“. Dank Prégardiens einzigartigen, selbst entwickelten Verzierungen und dem von Bezuidenhout hier bevorzugten Hammerklavier dürfte das Ergebnis ein Grenzgang zwischen Originalklang und Innovation sein.
Schubert: Die schöne Müllerin op. 25
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