Nach dem nur mäßigen Erfolg seiner Oper „Der singende Teufel“ aus dem Jahr 1928 und seiner noch vor der Uraufführung zurückgezogenen Oper „Christophorus“ beschloss Franz Schreker einen Neunanfang. So wollte er „ein ganz primitives, naives Theaterwerk, eine Oper für Jedermann“ komponieren. Das Libretto schrieb er kurzerhand selbst, die Partitur vollendete er im März 1932. Doch wieder sollte der Erfolg für Schreker ausbleiben. Denn obgleich „Der Schmied von Gent“ vom Publikum durchaus wohlwollend aufgenommen wurde, störten antisemitische Randalierer die Uraufführung an der Städtischen Oper Berlin, was nach nur fünf Aufführungen zur Absetzung des Stücks führte. Erst rund fünfzig Jahre später erlebte „Der Schmied von Gent“ in einer Inszenierung von Erhard Fischer an der Deutschen Staatsoper Berlin seine gebührende Anerkennung. Im Oktober steht das als „Große Zauberoper“ betitelte Musiktheaterwerk jetzt am Theater Münster auf dem Spielplan. Regie führt hier Magdalena Fuchsberger, die musikalische Leitung am Pult des Sinfonieorchesters Münster hat Henning Ehlert inne. (JB)
Schreker: Der Schmied von Gent
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