Wenn in der tiefsten Winternacht die Grenzen zwischen der menschlichen Welt und dem Reich der dunklen Wesen zu verschwimmen scheinen, beginnt Nikolai Rimski-Korsakows „Die Nacht vor Weihnachten“. Inspiriert von Nikolai Gogols Erzählung aus dem Jahr 1832 entfaltet die Oper einen wilden Reigen aus slawischer Folklore, Liebeswirren und übernatürlichen Kräften: Eine Hexe fliegt durch die Nacht, der Teufel stiehlt den Mond, und ein junger Schmied wagt sich bis zum Zarenhof, um seiner Geliebten goldene Schuhe zu bringen. Zwischen Koliada-Gesängen, Kirchenglocken und diabolischen Tänzen verschmelzen christliche und heidnische Rituale zu einem schillernden Kosmos aus Licht und Schatten. Mit seiner Lust am Exzentrischen und einer stets genauen Beobachtung menschlicher Abgründe setzt Regie-Ikone Barrie Kosky dieses „wahre Weihnachtslied“ am Münchner Nationaltheater als ein rauschhaftes Spektakel in Szene. Unter der musikalischen Leitung von GMD Vladimir Jurowski verwandelt das Bayerische Staatsorchester Rimski-Korsakows funkelnde Partitur in einen klingenden Zauberspiegel.
Rimski-Korsakow: Die Nacht vor Weihnachten
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