Kämpferisch, ungestüm, zornig und sogar zum Töten aufrufend – mit der biblischen Figur des Elias ist auf den ersten Blick nicht gut Kirschen essen. Voller Eifer will der Prophet das Volk Israel, das sich dem Wettergott Baal zugewandt hat, auf den rechten Glaubensweg zu Jahwe zurückführen. Mit der Vorhersage einer Dürre nimmt das Drama seinen Lauf, bis schließlich Elias selbst in Lebensgefahr gerät. Zehn Jahre setzte sich Mendelssohn mit der Vertonung der alttestamentarischen Geschichte auseinander. Die Uraufführung seines Oratoriums geriet 1846 in Birmingham zum vollen Erfolg, bis heute schätzen zahlreiche Chöre den „Elias“ ob seiner szenischen Dramatik und der packenden musikalischen Sprache. In Berlin bündeln der Philharmonische Chor und das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt ihre Kräfte für den Meilenstein der Romantik.
Mendelssohn: Elias op. 70
Auch interessant
-
„Da habe ich gemerkt: Elsa, du musst noch viel lernen!“
Elsa Dreisig hört und kommentiert Aufnahmen von Kollegen, ohne dass sie weiß, wer singt.
Klassik in Ihrer Stadt
Newsletter
Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!
