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Münchner Opernfestspiele

Ligeti: Le Grand Macabre

György Ligeti bezeichnete sie selbst als „Anti-Anti-Oper“, also als Gegenstück zur avantgardistischen Entwicklung des Musiktheaters nach dem Zweiten Weltkrieg. Herausgekommen ist ein nicht minder abstruses, höchst unterhaltsames und voller Extreme steckendes Werk: „Le Grand Macabre“. Gleich zu Beginn ertönen zwölf Auto­hupen, später streut der Komponist rückwärts gespielte Beethoven-Zitate und bewusst falsch klingende Noten ein, die Rhythmik stößt immer wieder in überkomplexe Bereiche vor und der Anspruch an die Sängerinnen und Sänger ist, gelinde gesagt, enorm.

Auch die Handlung spart nicht an Skurrilitäten: Nekortzar, der sich selbst als der Tod ausgibt, ist aus seinem Sarg gestiegen, um den sittlich verkommenen Einwohnern des fiktiven Breughel­lands das Ende der Welt zu verkünden. Allerdings füllen diese den Überbringer der Apokalypse beim Jüngsten Gericht kurzerhand ab, der Weltuntergang muss ausfallen.

46 Jahre nach seiner Uraufführung kommt Ligetis Musikthea­ter bei den Münchner Opernfestspielen zum ersten Mal und in hochkarätiger Besetzung auf die Bühne der Bayerischen Staatsoper. (JM)

Interpreten

Avery Amereau (Amando)
John Holiday (Go-Go)
Kent Nagano (Leitung)
Krzysztof Warlikowski (Regie)

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