Gleich drei sehr unterschiedliche Quartettwelten setzt das Goldmund Quartett im Januar miteinander in Beziehung. Haydns op. 33 Nr. 2 „Der Scherz“ wird für zum Forschungsfeld frühklassischer Ironie: Die berüchtigten rhythmischen Stolpersteine zeigen, wie Haydn das Publikum bewusst narrt. Bacewicz’ viertes Quartett bildet dazu einen Kontrast. Seine motorischen Patterns und scharfkantigen Akzente verlangen geradezu mathematische Präzision. In Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ untersucht das Ensemble schließlich, wie harmonische Dehnungen und extreme Dynamikwechsel psychologische Spannung erzeugen. Hier zeigt sich die Quartettgeschichte wie unter dem Mikroskop.
Goldmund Quartett
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