Beide prägten das französische Musikleben im 19. Jahrhundert, beide waren lange Jahre als Titularorganisten an der Pariser Kirche La Madeleine tätig, beide widerlegten die damals vorherrschende Meinung, dass sich Orgel und Orchester per se ausschließen würden: Die Rede ist von Camille Saint-Saëns und seinem Schüler Gabriel Fauré. Erstgenannter ließ die Orgel in seiner dritten Sinfonie mit einem mächtigen C-Dur-Akkord als Einleitung für das Finale prominent erstrahlen, gleichwohl sie bei genauem Hinhören bereits im ersten Satz als gleichberechtigte Stimme im Orchesterklang auszumachen ist. Fauré wiederum setzte das Aerofon in seinem Requiem als Continuo und als reguläres Orchesterinstrument ein. Die Bochumer Symphoniker und Konzertorganist Christian Schmitt erkunden die vielstimmigen Klangwelten beider Werke.
Alexandra Flood (Sopran), Yancheng Chen (Bariton), Christian Schmitt (Orgel), Philharmonischer Chor Bochum, Bochumer Symphoniker, Steven Sloane (Leitung)
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